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SEMINAR: Fremd im eigenen Land, inspiriert von Christus - Zivilcourage lernen mit Dietrich Bonhoeffer

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Bonhoeffer erlebte in seinem eigenen Land Ausgrenzung und Verfolgung, die ihm letztlich den Tod brachten. Dieser Lebensweg und manche seiner Texte (z.B. „Wer bin ich?“ oder „Von guten Mächten“) haben Eingang in die Praxis des Religionsunterrichts gefunden.

Daran können wir neu buchstabieren lernen, was Zivilcourage bedeutet: Wo gilt es heute „dem Rad in die Speichen zu fallen“? Angesichts der Bereitschaft Bonhoeffers, die extremen Konsequenzen seines Handelns zu tragen, ist gleichzeitig darauf zu blicken, was für ihn der tragfähige Grund seiner Existenz war und was ihn tröstete: der lebendige Christus. Diese spirituelle Tiefendimension seines Engagements soll auch für uns und unsere Schülerinnen und Schüler erschlossen werden.

Kompetenzen:
Die Teilnehmenden vertiefen beim Besuch im Bonhoeffer-Haus ihre eigene Begegnung mit Leben und Werk Bonhoeffers und entdecken neue Wege für den Unterricht. Sie erarbeiten differenzierte Möglichkeiten, wie sie im Unterricht oder im Rahmen einer Exkursion hierher mit Schüler (Klasse 5-12) oder Konfirmandengruppen Texte von und über Bonhoeffer zu aktuellen Themen unserer Gegenwart in Beziehung setzen.

Flyer

Leitung:
Stephan Philipp

Referentinnen:
Martina Dethloff und Ingrid Portmann (Lehrerinnen, pädagogische Mitarbeiterinnen im Bonhoeffer-Haus);

Referent:
Pfr. i.R. Gottfried Brezger (Vorsitzender des Kuratoriums des Bonhoeffer-Hauses)

Zielgruppe:
RU alle

Gebühren:
5,00 Euro zzgl. Kosten für Imbiss

Termin:
Freitag, 16.06.2017, 09:30 – 15:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Bonhoeffer Haus, Marienburger Allee 43, 14055 Berlin-Charlottenburg

Flyer

Kontakt und Anmeldung:
Amt für kirchliche Dienste
Religionspädagogik
Goethestr. 26-30
10625 Berlin
Telefon 030 / 31 91 – 278
Fax 030 / 31 91 – 200
E-Mail religionspaedagogik@akd-ekbo.de

Anmeldung bis zum 02.06.2017

Vortrag mit Prof. Dr. Wolf Krötke

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Unter der Überschrift “Auf diesen Menschen sollst du zeigen und sprechen: Das ist Gott” - Martin Luthers Verständnis Jesu Christi
in der Theologie und im Leben Dietrich Bonhoeffers
- wird Prof. Dr. Wolf Krötke am 14. September um 19:00 Uhr im Bonhoeffer-Haus einen Vortrag halten.
 
Mit der Erinnerung an die reformatorische Wende 1517 rückt die Bedeutung Martin Luthers für die Reformation und die Kirche und Gesellschaft in unserer Zeit in den Blickpunkt. Bemerkenswert ist die intensive Präsenz Martin Luthers bei Dietrich Bonhoeffer.
 
Mittwoch, 14. September 2016
19:00 Uhr

 

 

Dietrich Bonhoeffer un testimone del nostro tempo

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Am 1. April 2016 besuchte Prof. Dr. Fulvio Ferrario mit einem Filmteam des italienischen TV-Magazins "Protestantesimo" das Bonhoeffer-Haus. Vor wenigen Tagen wurde der Beitrag auf RAI ausgestrahlt.

110. Geburtstag von Dietrich Bonhoeffer

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Aus Anlass des 110. Geburtstags Dietrich Bonhoeffers veranstaltet die Evangelische Akademie zu Berlin am 4./5. Februar 2016 eine Fachtagung zum Thema:

Vom Mut, sich als Kirche der Schuld zu stellen

 
Am Ende dieser Tagung steht eine offene Geburtstagseinladung in die landeskirchliche Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus mit der Lesung von Bonhoeffer-Texten aus Briefen aus der Haft und aus der Rechenschaft an der Wende zum Jahr 1943 - "Nach zehn Jahren", die Bonhoeffer an diesem Ort für seine Mitverschwörer verfasst hat. Die Texte werden durch Mitglieder des Kuratoriums und der Begleitgruppe des Bonhoeffer-Hauses gelesen. Dazu singt Michael Börgers, am Clavichord Bonhoeffers begleitet, ein von Bonhoeffer zitiertes Kleines Geistliches Konzert von Schütz und von Gottfried Brezger vertonte Gedichte Bonhoeffers aus der Haft in Tegel.
 
Ein kleiner Empfang schließt sich an.
 

Wegen der begrenzten Kapazitäten im Haus wird um Anmeldung bis zum 1. Februar gebeten: Mail an das Bonhoeffer-Haus
 
Veranstaltungstermin: 5. Februar 2016 um 19:30 Uhr.

Harvey Cox und seine Frau Nina Tumarkin vor der "secular city" Berlin

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Die 1. Ausstellungstafel im Bonhoeffer-Haus zeigt die Lebensorte Dietrich Bonhoeffers vor einer historischen Stadtkarte von etwa 1930.

Professor Harvey Cox und seine Frau im Bonhoeffer-Haus

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Professor Harvey Cox, der in seiner Studie über die urbanen Bedingungen für den Glauben, die Kirche und Theologie "The Secular City" - "Stadt ohne Gott" (1965) auch die Erfahrungen seines fellowship-Jahres in Berlin (1962/63) reflektierte, kam zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Ev. Fakultät der Humboldt-Universität am 14. Juni mit seiner Frau, Professor of History Nina Tumarkin, wieder nach Berlin. Bei seinem Besuch im Bonhoeffer-Haus in Begleitung von Dr. Rohde-Liebenau ergab sich die Gelegenheit zum Fachgespräch mit Professor Konrad Raiser, Professor Andreas Pangritz und dem Vorsitzenden des Kuratoriums, Pfarrer Gottfried Brezger. Das Gruppenbild ist vor dem Eingang zum Bonhoeffer-Haus entstanden.

Gruppenbild vor dem Bonhoeffer-Haus

Musikalische Begegnung

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Musik spielte im Hause Bonhoeffer eine wichtige Rolle: gemeinsames Musizieren war fester Bestandteil familiären Lebens, an dem sich alle in unterschiedlicher Form beteiligten. Dietrich Bonhoeffer selbst spielte Klavier, und als Jugendlicher hatter er einige Zeit erwogen, Pianist zu werden.
Die musikalische Tradition setzte Dietrich Bonhoeffer später auch in seinem Predigerseminar fort. Schallplatten mit Spirituals, die Bonhoeffer während seines ersten Aufenthaltes in New York 1930/31 erworben hatte, kamen dort ebenso zum Einsatz wie der große Flügel der Familie, und gemeinsames musikalisches Interesse stand am Beginn der Freundschaft zwischen Dietrich Bonhoeffer und Eberhard Bethge. Viele Texte Dietrich Bonhoeffers, vor allem das Gedicht „Von guten Mächten“, als Weihnachstgruß an die Verlobte Maria von Wedemeyer und die Eltern 1944 im Hausgefängnis der Gestapo in der Prinz-Albrecht-Straße entstanden, finden heute als Lied Eingang in Gottesdienst, christliches Leben und künstlerische Beschäftigung mit der Person Dietrich Bonhoeffer.

Wer heute die Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus besucht, findet auf Bonhoeffers Clavichord in seinem Studierzimmer die Vertonung eines anderen Bonhoeffer-Gedichts: „Christen und Heiden“. Im Haus haben wir über die vielen Besucher auch Vertonungen des Gedichts „Von guten Mächten“ in englischer und schwedischer Sprache gesammelt, erwarteten aber nicht, für „Christen und Heiden“ auf Vergleichbares zu stoßen.
Nun hat uns im letzten Jahr ein schottisches Pfarrehepaar aus Aberdeen im Bonhoeffer-Haus besucht. Der Pfarrer berichtete beim Erblicken der Vertonung in Bonhoeffers Studierzimmer, das Bonhoeffers Gedicht auch in ihrem heimatlichen „Church Hymnary“ abgedruckt sei. Wir waren überrascht, dankbar für diesen Hinweis, und auf unsere Bitte hin sandte der Pfarrer uns eine Fotokopie zu. Einige Wochen später trafen sich bei ihrem Besuch im Bonhoeffer-Haus zufällig eine Rentnerin aus Glasgow und ein Ehepaar aus dem australischen Bundesstaat Victoria. Wir berichteten unserem Gast von der gerade über ihren Landsmann erhaltenen Vertonung. Daraufhin erzählte das australische Ehepaar, dass genau dieses Gedicht auch in ihrer Heimat im Gesangbuch zu finden sei. Wenige Wochen später erhielten wir von ihnen ebenfalls eine Kopie zugesandt.

Manchmal gestaltet sich unsere Arbeit besonders erfreulich: die vielen Besucher, die in kleinen und großen Gruppen, aber auch als Einzelne oder im Familenzusammenhang zu uns ins Bonhoeffer-Haus kommen, bringen auch immer ihre Tradition und Erfahrung mit Dietrich Bonhoeffer mit. Wie schön, wenn sich diese Erfahrungen hier begegnen, in diesem Fall über die Vertonung und die Aufnahme des Gedichts „Christen und Heiden“ in das Liedgut ihrer Kirchen. Durch die Begegnung mit Dietrich Bonhoeffer hier am authentischen Ort ist dies möglich geworden, und die neu gewonnenen Vertonungen, Texte, Arbeiten und Informationen unserer Besucher sind Anregung und Hilfe für alle, die sonst das Bonhoeffer-Haus besuchen.
Sie sind herzlich eingeladen, das Haus zu besuchen und ihre Erfahrungen mit uns zu teilen!

 

Kuratorium konstituiert

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Seit 1. Juni 1987 ist das Bonhoeffer-Haus mit dem rekonstruierten Studierzimmer von Dietrich Bonhoeffer und einer ständigen Ausstellung zu seinem Leben und Werk Erinnerungs- und Begegnungsstätte der Landeskirche. Hier, im Elternhaus von Dietrich Bonhoeffer in der Marienburger Allee 43, Berlin-Charlottenburg, das sich die Eltern Karl und Paula Bonhoeffer für ihren Ruhestand 1935 bauen ließen, fanden konspirative Gespräche des Widerstands statt, hier schrieb er an seiner Ethik und hier wurde er am 5. April 1943 von der Gestapo verhaftet.
Die Erinnerungs- und Begegnungsstätte steht offen für Gruppen und Einzelbesucher aus Stadt und Land und besonders auch für Gäste aus der Ökumene, die sich auf die Spurensuche begeben und sich einladen lassen zur Erinnerung und Begegnung mit dem, dessen Lebensort hier war.

Die Ordnung der Erinnerungs- und Begegnungsstätte Bonhoeffer-Haus vom 20.12.1988 nennt in § 1 folgende Zielsetzung:
(1) Neben der Erinnerung an Person und Familie Bonhoeffers sollen vor allem das christliche Zeugnis, die theologische Arbeit, das ökumenische und das politische Engagement Bonhoeffers gewürdigt werden.
(2) Das Haus steht Einzelgästen und Besuchergruppen offen, die entsprechend dem Anliegen der Einrichtung sich mit Leben, Werk und Bedeutung Bonhoeffers in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen wollen.

Das Bonhoeffer-Haus wird von einem Kuratorium geleitet. Dieses wird von der Kirchenleitung der EKBO (Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) für jeweils 6 Jahre berufen. Die konstituierende Sitzung fand am 23. November 2010 statt.

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